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Städtefahrt Linz: Sportjugend Regensburg besuchte KZ-Mauthausen

09.​10.​2026

 Sportjugend_Linz 

Regensburg / Mauthausen / Linz. „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft." Unter dieser Überschrift informierte sich eine Jugendgruppe der Sportjugend Regensburg (BSJ) in Mauthausen über das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Rund 90.000 Menschen fanden zwischen 1938 und 1945 im Konzentrationslager einen qualvollen Tod. Auch acht Jahrzehnte nach Ende des 2. Weltkriegs ist die KZ-Gedenkstätte Mauthausen über die Landesgrenzen Österreichs hinaus ein ewiges Mahnmal für die NS-Schreckensherrschaft. 

Dort erhielten die 16 Jugendlichen und Betreuer mit einem Film und einer Führung einen umfassenden Einblick in die traurige Geschichte des KZ Mauthausen. Heidi Böck, Pädagogin der Gedenkstätte bezog die Gruppe beim Rundgang sehr gut ein und nutzte auch Bildmaterial sowie Texte. Die Jugendlichen beteiligten sich sehr intensiv an der Diskussion.

Im „Raum der Namen“ sind die Namen von über 81.000 Häftlingen kleingedruckt auf mehreren Tafeln und in dicken Büchern aufgelistet, die zwischen 1938 und 1945 im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Außenlagern verstorben sind. Hier bekommt man sehr anschaulich einen Eindruck über die tödlichen Folgen des Naziregimes. Auch der Blick auf die Verbrennungsöfen und Schilderungen zur Gaskammer wecken sind Anlass für große Betroffenheit. „Extrem grausam“, meinen der 16jährige Hamudi und die 15jährige Sophie.

Im Außenbereich wird deutlich, wie die Häftlinge durch extrem harte Arbeit im Steinbruch bei gleichzeitig sehr schlechter Ernährung schleichend in den Tod geschickt wurden. Einige laufen die sogenannte Todessteige, auf der früher schwere Granitsteine geschleppt werden mussten 

Erläutert wird die Rolle von sogenannten Kapos, meist brutale Häftlinge, die quasi im Auftrag der Lagerleitung bzw. der SS unmenschlich gegenüber anderen Mit-Häftlingen handelten und sich so „Vergünstigungen“ erworben – wie beispielsweise den Zutritt ins Lagerbordell.

Umso deutlicher wird für alle der Wert von Demokratie und Freiheit.

Die Teilnehmer erhalten auf verschiedenen Wegen wie Fotos und gemalten Bildern von Häftlingen, Fundstücken viele Informationen über das KZ Mauthausen. „Eindrücke, die man in einem Studium von Büchern oder im Internet nicht erhalten kann“, so Organisator Detlef Staude, Vorsitzender der Sportjugend.

Die Gruppe übernachtet in der Jugendherberge in Linz. Die Jugendlichen können noch am Abend die Stadt Linz erkunden. Die Maßnahme wird gefördert vom Stadtjugendring und der Stadt über Toleranz und Demokratie in Regensburg.

 
 

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